Während ich mich hier darüber freue seit langem endlich mal die Möglichkeit zu haben, jeden Tag mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren zu können und das bei mittlerweile fast schon sommerlichem Wetter, ist es des Spaniers größte Sorge zu Fuß gehen zu müssen.
Warum sollte man sich auch dazu veranlasst fühlen. Schließlich haben es die “Heldengestalten” des wohl bekannten spanischen Klassikers von Miguel de Cervantes genau so vorgemacht. Heutzutage hat man zwar die Pferdestärken erhöht, doch das Bild ist das gleiche. Um die Fortsetzung der Geschichte zu unterstreichen, ist es daher auch außerordentlich beliebt am Heck des Fahrzeuges einen Aufkleber zu haben mit eben diesen beiden geschichtlichen Figuren.
Dabei scheint es auch allen völlig egal, ob sie sich, allem Komfort zum Trotz, ähnlich ihren beiden historischen Vorbildern beim Kampf gegen die imaginären Ungeheuer, fast jeden Tag aufs Neues lächerlich machen, indem sie für kürzeste Strecken unverhältnismäßig lange Zeit im Auto verbringen. Traurig, traurig...
Was mich in der Hinsicht jeden Tag aufs Neue erheitert, sind die besorgten Fragen meiner Kameraden und anderer Personen, ob ich beispielsweise Mitglied bei Greenpeace sei, kein Geld für Benzin habe oder andere Leiden und Unzulänglichkeiten aushalten müsste.
Weniger erbaulich sind indes die ständigen Machtkämpfe beim Überqueren eines Fußgängerüberweges mit dem Fahrrad, da hier wohl folgende Regel gilt: Folgt dem Fußgängerüberweg eine Ampel, muss der Autofahrer eine wartende Person passieren lassen; gibt es keine Ampel hat der Autofahrer Vorrang.
Man sieht: Nicht nur die Deutschen haben schwachsinnige Verkehrsregelungen.