Dienstag, 2. Mai 2006

neue Bilder aus dem Wilhelmshaven des Südens


Um Euch nach gut 4 Monaten endlich mal einen etwas umfassenderen Eindruck von Cartagena geben zu können, habe ich den 1.Mai genutzt, "gearbeitet", und die schönen Seiten der Stadt abgelichtet.

Mehr Bilder gibt´s in der Photogalerie

Kuriositäten II


Versprechen oder Drohung??
Übersetzt heisst das Strassenschild, was auf den nächsten Ort (Nonduermas) hinweist: Du schläfst nicht.

Wen kümmert´s wenn aber der Nachbarort "La Paloma" heisst.
Verspricht dies doch zumindest eine willkommene Störung der nächtlichen Ruhe.

an den Socken lag es nicht...


Als ich vor vier Wochen in Madrid in diesem Sportladen für mit jenem älteren, schon etwas ergrauten Veteranen des Laufsports einen kleinen Plausch hatte, beantwortete er meine Frage hinsichtlich des Marathon der vier Wochen später stattfinden würde mit “muy duro”, was nicht schwierig zu verstehen war. Die Anmerkung, daß er selbst auch schon dran teilgenommen hätte und die Erwähnung seiner “Zeit” klang damals noch nicht so stolz und der mich musternde Blick erschien mir nicht so besorgt, wie es mir jetzt in Erinnerung ist. Zumindest warnte er mich noch hinsichtlich der vielen Steigungen und gab mir zu Verstehen, daß es in Madrid immer entweder sehr heiß sei oder sehr kalt sei.

Heute, zwei Tage nach dem Ereignis in der spanischen Metropole, kann ich der Historie meiner Versuche die 3-Stunden-Marke zu unterbieten folgende Anmerkungen hinzufügen: Vermutlich wäre es besser, wenn ich noch 20 Jahre länger trainiere, bis ich das Alter des ergrauten Herren und damit vielleicht seine konditionelle Verfassung erreicht habe, denn seine Zeit vermochte ich nicht zu unterbieten. Und und für das nächste Mal werde ich Sonnencreme, Steigeisen und vorsichtshalber den Metro-Plan von Madrid einpacken.

In Erinnerung wird mir nichtsdestotrotz ein schöner Lauf bleiben bei herrlichem Sonnenschein (und Sonnenbrand), mit einer begeisterten Zuschauermenge, die teilweise so enge Spaliere formte, wie man sie aus den Fernsehübertragungen der Bergetappen der Tour de France kennt, viele hübsche Mädchen am Straßenrand und eine sagenhafte Verpflegungsstation im Ziel, dem Retiro-Park, die mir die restlichen Mahlzeiten des Tages ersparte.

Ich werde also weiter laufen…

Müde Krieger


Wer es mir bisher nicht geglaubt hat, sieht hier das Ergebnis: Spanische Marineinfanteristen, denen zumindest im Diskutieren keiner das Wasser reichen kann, ein koreanischer Artillerist, erprobt in jahrzehntelangen Auseinandersetzungen mit dem kommunistischen Bruderstaat und ein Anti-Terror- und Drogenspezialist aus Nicaragua – dahingestreckt von der Anstrengungen und Entbehrungen der letzten Monate.

Vielleicht lag´s auch einfach an dem einstündigen Vortrag des enthusiastischen Triebwerkmechanikers der Luftwaffeneinheit, die wir besuchten, der missverstanden hatte, daß wir nach seinem Vortrag über die Turbine keine der selbigen nachbauen können sollen und auch nicht mit das technische Verständnis der Konstrukteure des Flux-Konvertors aus dem Film “Zurück in die Zukunft” besitzen.
Ich für meinen Teil hab jedenfalls schon nach 3 Minuten mehr Gefallen an folgendem Spiel gefunden:

Wir suchen etwas was so aussieht und hoffentlich nicht in einer der Turbinen liegt:



Hatte gehofft, wenn ich es finden würde, könnte ich vielleicht auf einen Mitflug spekulieren.

Hab´s nicht gefunden…
und eine Turbine kann ich auch nicht beschreiben…

Mehr Bilder könnt Ihr in der Photogalerie sehen unter: ALA 14

um des Ruhmes willen

Irgendwie trachtet doch ein jeder danach, dort wo er ist oder bei der Sache der er sich widmet, sich, einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Nach Möglichkeit einen positiven. Gibt es doch einem ein gutes Gefühl zu wissen, daß sich die Menschen gerne an einen erinnern und das Vollbrachte als Bereicherung empfinden.

Bestpreise, Erstplazierungen in Statistiken, Auszeichnungen oder Ehrungen stellen in der Hinsicht vermutlich eine besonders wertvolle Betonung der Leistungen dar.
Da diese in zwar sehr erstrebenswert erscheinen, aber nicht immer so einfach zu erreichen sind, habe ich mich entschlossen einen anderen Weg zu gehen. Ich werde mich von nun an der Kriminalstatistik von Cartagena profilieren.

Nicht daß ich vorhätte mich durch Pöbeleien mit ignoranten spanischen Autofahrern während des Fahrradfahrens hervorzutun, auffällig oft das Auto im Halteverbot zu parken mit dem Hinweis, daß ich ja Ausländer sei und das Verbotsschild nicht interpretieren könne, mir demonstrativ in Lokalen mit Rauchverbot eine Zigarette anzuzünden oder Passanten mit deutschen Schimpfwörtern zu belegen.
Nein, mein Anliegen zielt darauf mit der Unterstützung der Kleinkriminellen Cartagenas bei der Polizei zu zweifelhaftem Ruhm zu gelangen.


Nachdem ich es im Januar bereits geschafft habe jemanden dazu zu verführen mein Nummernschild zu klauen, indem ich es nicht wie ortsüblich mit mindestens 4 Nieten gesichert habe, sondern lediglich angeschraubt hatte, ist mir jetzt der zweite große Coup gelungen: Am hellichten Tage haben gerade mal 5 Minuten vor der Postamt ausgereicht, um mit dem Diebstahl des Vorderrades meines Fahrrades erneut Erwähnung in den Analen der Polizei zu finden. Ich habe natürlich vorsichtshalber anschließend die anwesenden Passanten befragt, ob sie etwas gesehen hätten, damit man mir nachher nicht leichtfertige Mithilfe zur Tat nachsagen könnte. Nachdem aber keiner etwas gesehen hatte, bin ich dann mit dem geschulterten Rad zufrieden nach Hause gegangen, habe eine zweite Kerbe in den Schreibtisch geschnitzt und mir für den kommenden Tag folgende Notiz gemacht:

  • Internet-Seite von Heckler und Koch ansehen
  • Waffengesetzt Spanien hinsichtlich Beschränkungen überprüfen
  • Neues Vorderrad kaufen