Freitag, 25. Mai 2007

El Rocio I (23.Mai)


Jedes Jahr zu Pfingsten zieht es tausende von Pilgern auf den langen und wohl wunderschönen Weg zur Jungfrau von El Rocio, in den gleichnamigen kleinen Ort in der Provinz Huelva.
Ihr Weg führt sie dabei durch Doñana, das größte Naturreservat Europas, zwischen Cadiz, Sevilla und Huelva gelegen - eine Besonderheit insofern, als dieser grüne Oase normalerweise nur auf ausgewiesenen Wegen und in Begleitung der Parkwächter besichtigt werden darf. Um dorthin zu gelangen, muss jedoch zunächst der Fluss Guadalquivir überquert werden, wozu sich all die Pilger - zu Fuß, zu Pferd oder mit Kutschen (die moderneren nennen sich mittlerweile Land Rover und haben mehr als nur ein Pferdchen davor gespannt) in San Lucar de Barrameda treffen. Dort wird dann mit Fähren übergesetzt, um den Weg fortzusetzen: Drei Tage anstrengenden Marsches, gepaart mit abendlicher Lagenfeuerromantik, viel Vino und Sevillanas-tanzenden Frauen in Flamenco-Kleidern.
Dieses Spektakel wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen - und sind hingefahren.

Sonntag, 20. Mai 2007

Jerez - Feria de Caballo (07. Mai)


Wenn im April die Ferias in Andalusien beginnen bedarf es schon einer guten Koordination, um bei der Vielzahl dieser bunten Volksfeste, die es in wirklich auch jedem noch so kleinem Ort gibt, nicht den Überblick zu verlieren.
Schön ist vor allem die fröhliche Ungezwungenheit mit der Gruppen singend- und tanzenderweise den Platz mit Leben füllen, während die Kutschen umherfahren und jeder in vollen Zügen den Rebojito genießt - eine Mischung aus Vino fino und Sprite, die in Halbliterkrügen serviert ein langes Feiern und gehörige Kopfschmerzen am Tag danach garantiert.

TAPON 07 - 12.-27 April


Das ist kein Schreibfehler - hat also nichts mit den Dingen zu tun, die Damen ab und zu benutzen - sondern war die grosse internationale Amphibische Übung, welche wir im April durchgeführt haben.
Für mich verbunden mit einem Wiedersehen meines "geliebten" Cartagenas, da die Konferenz zu Beginn der Übung in dem Hafen durchgeführt wurde, wo ich ein Jahr zuvor knapp sechs Monate einen Kurs an der Schule der Spanischen Marineinfanterie besucht hatte.
Dann ging es in die Nähe von Almeria, wo zunächst eine Woche fleissig geübt wurde, damit auch keine Fregatte nachher ein unschuldiges kleines Landungsboot umbügelt. Abschließend kam es dann in der Nähe der Strasse von Gibraltar zum grossen Show down - alles inklusive versteht sich: viele Schiffe, Hubschrauber die durch die Lüfte röhrten und die "Grünen" am Strand auf der Suche nach allem was sich als "Feind" zu erkennen gab. Ein schönes Spektakel!

Freitag, 4. Mai 2007

las dos mujeres que mas te quieren



... wie Juna Paya, ein Arbeitskollege, so schön gesagt hat (auf die Frage, was ich Ostern machen würde).
"die beiden Frauen, die Dich am meisten lieben" - besuchen mich. Und ich liebe sie auch beide sehr! :-)

Mittelmeer-Cruises presented by


Abschliessend wollen wir natürlich noch die zwei Protagonisten vorstellen, die Euch durch die verschiedenen Länder geführt haben: Charris und ich (in einem der wenigen Momente an Oberdeck - da in diesem Moment mal kein Flugzeug vom "Unterseeboot" gestarte ist - und deren gab es nicht viele...)

Agadir 27-29 März


Noch Tage danach habe ich Sand aus allen möglichen Körperöffnungen geholt...
Das erklärt zumindet warum Agadir bei Windsurfern gleichermaßen beliebt ist, wie bei Sonnenhungrigen (wenn es dann mal nicht bläst). Die Stadt selber vermochte wenig zu beeindrucken - ist sie doch ein Produkt staatlicher Baumaßnahmen, um das "alte Agadir", welches 1960 quasi komplett einem Erdbeben zum Opfer fiel, zu ersetzen. Jedoch gab es einen hübschen Souk mit schönem hektischen Treiben und für das deutsche Gemüt schon fast ein wenig zu emsigen Verkaufsinn zu besichtigen.

Abenteurlicher war da schon die Fahrt in einem alten Mercedes 240D - ein Sammeltaxi - mit 3 Personen vorne und 4 hinten nach Taroudannt, 80 Kilometer ins Landesinnere - für nur 2,40 € eine Stunde lang alle Formen menschlicher Ausdünstungen inklusive.
Faszinierend auch das Taxi dessen Kilometerstandzähler 400tkm anzeigte - ich würde behaupten, dass nur die fehlende Anzeige (mit der 1 davor) verhinderte, dass die Ingenieure aus Sindelfingen einen Eintrag ins Guiness-Buch der Rekorde beantragt hätten.

Las Palmas 23-25 März


Für diese Strassen, welche einen durch das Inselinnere führen, durch unberührte Landschaft, hübsche kleine Dörfer, vorbei an authentischen kleinen Gasthöfen neben der Strasse, würde ich nochmal wiederkommen.
Meine erste Berührung mit einem der "klassischen" Massentourismus-Orte hat mich jedoch ein wenig abgeschreckt.
Seltsam welche Blüten marktwirtschaftliche Prozesse wie "Angebot und Nachfrage" treiben: Täler, zugemauert mit einer künstlichen Moje, einem aufgeschüttetem Strand und die Hänge übersäht von Ferienwohnungen. Nun ja jedem das seine - und mir das Inselinnere ;-)... und diese verschlungenen Wege bergauf... bergab...bergauf

maltesischer Humor


man achte auf den Text.. es gibt da zwei Zeilen...

Die "goldene Stadt" - Malta 16-17 März


Die berühmte und selbst erfahrene Gastfreundschaft der Malteser ist wohl die prägendste Erinnerung, welche ich neben dem faszinierenden Farbenspiels, welches die Sonne auf die bernsteinfarbenen Mauern der Häuser von Malta zaubert, von der Insel im Mittelmeer mitnehme.
Mit museums-verdächtigen Bussen ging es, nach Besichtigung La Valettas und der beeindruckenden St. John´s Cathedral quer über die Insel zu den alten Städten Rabat und Mdina.
Und wo immer man hinkommt, weht ein Hauch der Geschichte des Malteser Ordens - es ist als würde jeder Quader in den Gassen noch heute von dem bewegten Leben der alten Ritter erzählen.
Leider ging es schon nach 1,5 Tagen wieder hinaus auf See, da es die Schiffe des Verbandes, die über Häfen in Tunesien, Italien und eben Malte verteilt waren, wieder einzusammeln. Ein erneutes Meisterwerk von spanischer Planung...

Aksaz, Marmaris und Ephesos 9-11 März


Das nächste Abenteuer wartete in Gestalt eines türkischen Polizisten auf mich und Charris, dessen Hinweis "wir hätten die zulässige Höchstgeschwindigkeit überschritten" auf meine unversonnene Diskussionsfreudigkeit stiess. Als ich jedoch nach 30-minütiger Unterredung und nach Demonstration des Videos mich schliesslich bereit erklärte für die 6km/h zuviel den entsprechenden Obolus auzubringen, gab es sogar noch eine Ermässigung. Discount-Preise auf der Landstrasse, statt Kerker im anatolischen Hinterland. Charris hat das sichtlich beruhigt und so konnten wir die Reise von Aksaz nach Ephesos fortsetzen, wo auf einem riesigen Areal die beeindruckend gut erhaltene antike Stadt zu besichtigen ist. Wie das wohl wäre, wenn selbst der Artemis-Tempel, dereinst eines der sieben Weltwunder hier noch zu besichtigen wäre?

Kreta ist auch Griechenland ...(Athen) 1-4 März


Geplant war, dass wir direkt in Piräus einlaufen würden. Doch den griechischen Onassis-Erben waren die harten Dollar der Kreuzfahrtschiffe lieber als graue Schiffe voller andalusischer Machos. Da hätte Caterina Valente noch wochenlang ihren Hit "Ein Schiff wird kommen" trällern können - es hätte höchstens was an der ewigen Chartliste geändert. So durten nur die Fregatten nach Athen und wir nach Heraklion. Da ich aber meinen ganz privaten "Stern" in die Arme nehmen wollte, blieb mir nichts anderes übrig, als mit der Fähre nachts durch die Ägäis zu schippern, um dann doch noch ein paar wunderschöne Tage mit Svenja die Stadt zu erleben. Bei herrlichem Sonnenschein haben wir beide dann die grossen antiken Stätten besichtigt. Ein weiterer Höhepunkt war das sonntagliche "Festessen" im Hause von Charris - mit seiner Familie - zu der die Mama alle Köstlichkeiten der lokalen Küche kredenzte. Vielen Dank nochmal an dieser Stelle: Es war einfach umwerfend!

Chivitavecchia-Rom 16-19 Februar 2007


Eigentlich hatte ich ja geplant die Vespa mitzunehmen und dann vom Hafen Chivitavecchia nach Rom zu fahren - wie in einem der 50er Jahre Filme.
Da der Kran kurz vor Auslaufen kaputt ging, hatte sich dieser schöne Plan dann allerdings schon per se erledigt. So bin ich letztendlich mit dem Zug gen Norden gefahren, um die nächsten drei Tage in typisch "deutscher" Manier die Sehenswürdigkeiten Roms zu besichtigen. Was zunächst Charris, meinen griechischen Freund (der ebenfalls im spanischen Stab arbeitet) und zu guter Letzt auch meine Gesundheit in die Knie gezwungen hat (ich lag danach drei Tage flach mit Grippe), nachdem ich selbst bei strömendem Regen es mir nicht nehmen lassen wollte auch die letzte Ecke zu erkunden - und schliesslich war ja da noch Marc Aurel, dessen Geste zu drohen schien ..geh, und sieh Dir die Stadt an!
Es hat sich jedoch gelohnt und die vielen schönen Eindrücke sind bis jetzt mit die lebhaftesten der ganzen Reise.

Donnerstag, 3. Mai 2007


In den frühen Morgenstunden des 6. Februar verliesen wir den Marinestützpunkt in Rota, um schon nach wenigen Tagen in unserem ersten Hafen, in Marseille, Station zu machen.
Da der Arbeit jedoch viel und mein Unschuldsbewusstsein noch nicht genügend ausgeprägt war, mich bei jeder sich nur bietenden Gelegenheit aus dem Staub zu machen, hab ich ehrlich gesagt nicht so viel gesehen (war ja auch schon mal da) und will ich es für den Anfang bei einem stimmungsvollem Bild kurz vor dem Auslaufen in Rota belassen.
(Für alle die sich wundern sollten - ich weiss natürlich auch, dass dies kein Flugzeugträger ist, aber den kann man ja auch schlecht photografieren, wenn man selber drauf ist..)