Sonntag, 20. August 2006

Barbeque in Cadiz


Wie jedes Jahr einmal im Sommer wurde auch dieses Jahr der Strand von Cadiz als Ort für das wahrscheinlich größst Grillfest der Region umfunktioniert. Und so haben wir, wie einige Tausende auch, die Gelegenheit genutzt die Hände über den wärmenden Grill zu halten, die Füße in den noch warmen Sand zu stecken und uns Würstchen und Bier schmecken zu lassen. Mit abschließend erfrischendem Bad im Meer... :-))
(Bilder gibt´s wie immer bei flickr.com)

Trofeo Carranza


Cadiz hatte eingeladen.. und sie waren gekommen: Real Betis, Real Madrid und Villareal. Die Erstligamannschaften der spanischen Liga um in dem traditonsreichen Turnier ihre Kräfte zu messen. So hatte ich die Möglichkeit im Spiel Real Madrid gegen Real Betis neben Stars wie Beckham, Robiño, Canavaro und van Nistelroy auch einige der Mannschaftsmitglieder des spanischen Weltmeisterschaftsaufgebots zu sehen. Welch Glück, daß nach dem 3:3 in der regulären Spielzeit ausgrechnet auch noch das Tor für das Elfmeterschießen ausgewählt wurde, hinter dem ich saß. Wen interessiert da noch das Ergebnis. Gewonnen hat das Tunier schließlich Cadiz, die sich damit wohl auch ihren Abstieg in die zweite Liga ein wenig versüßen konnten.

Mittwoch, 16. August 2006

Hochzeit von Pedro und Patricica


Mit einer besinnlichen Messe in San Fernando und einem rauschenden Fest in Cadiz, haben Pedro (einer meiner Kameraden des Kurses) und Patricia am Montag, den 14. August ihre Hochzeit gefeiert. Eingeladen gewesen zu sein hat mich sehr gefreut und mich ein wenig geschmeichelt. Ganz besonders reizend war, daß sich sogar die Mama von Pedro, die ich davor nur einmal während des Besuches der Kirche in Caravaca gesehen hatte, an mich erinnerte (Photos gibt es bei Flickr).

Donnerstag, 10. August 2006

Porto nicht ohne Porto


Zum Abschluß der Reise nach Galizien wurde dann den portugisischen, statt den spanischen Autobahnen der Vorzug gegeben, nicht ohne einen Halt in der schönen Heimat des Portweins einzulegen. Der Besuch in der Bodega (nicht der, die hier zu sehen ist, sondern in einer der zwei portugisischen) hat uns überzeugt. Neben dem guten galizischen Bier und dem Wein aus Pontevedras Umgebung, haben wir dann noch ein bißchen "Reiseproviant" zugeladen.

Vielen Dank, Antonio, für deine so herrlich entspannte, unternehmungslustige und fröhliche Begleitung! Es hat Spaß gemacht im Norden mit Dir unterwegs gewesen zu sein!
(Muchas Gracias a ti, Antonio, para acompañarme durante nuestro viaje a Galicia!!)

Mit der Tüte auf die Islas Cies


Wen es auf die atlantischen Islas Cies, westlich von Vigo, zieht, der bekommt neben dem Ticket für das Boot auch gleich eine Tüte ausgehändigt. Nicht etwas, weil man aus Erfahrungen gelernt hätte und der möglichen Übelkeit durch Seegang vorbeugen möchte, um der Boostbesatzung unnötige Säuberungsarbeiten zu ersparen, sondern vielmehr um den Besucher der als Naturparks eingerichteten Inseln höflichst darauf hinzuweisen, all seinen Müll wieder mit sich von den Inseln zu nehmen. Entsprechend glänzen die Inseln mit atemberaubender, unberührter Natur, einer sagenhaften Artenvielfalt und wunderschönen, "weißen" Stränden im herrlich kaltem Atlantik.

Pontevedra und Umgebung


Ein wenig Bretagne, Norwegen und Cornwall - eine wunderbare Mischung

Mittwoch, 9. August 2006

Santiago zieht alle in seinen Bann


Rechtzeitig zum großen Feuerwerk über der Kathedrale am Vorabend des galizischen Nationalfeiertags durften wir die faszinierende Stimmung Santiagos erleben, die von den vielen Pilgern zu Fuß, per Rad oder zu Pferde in diese Stadt getragen wird. Ich hoffe mir geschworen hier werde ich wieder herkommen - doch das nächste Mal zu Fuß. Der nächste "Urlaub" steht damit schon fest: Ich möchte nächstes Jahr von der Grenze Frankreichs, immer an der Küste entlang, durch das Baskenland, Asturien nach Galizien und in diese Stadt zurückkehren - das Gefühl eines Pilgers erleben, wie es schon so viele durften. Bleibt zu hoffen, daß sich dies wirklich in die Tat umsetzen lassen wird.

Franco, Festungen & Ferrol


In Ferrol wartete im Arsenal der Marine nicht nur die letzte Statue Francos auf uns, sondern auch eine beeindruckende Festung, die es zu beiden Seiten einer Bucht zu besichtigen gab.

Dienstag, 8. August 2006

La Coruña


In A Coruña haben wir (im Gegensatz zu Anderen) dann lieber den (Draht-)Esel stehen lassen und uns auf alt eingefahrenen Wegen die schöne Stadt angesehen.

Das ist jedenfalls nicht der Radweg..


Wenn ein spanischer Marineinfanterist und ein deutscher Marinesicherer eine Radtour machen, sollte man doch getrost davon ausgehen, daß selbst die schlechteste Karte der Orientierung dienlich ist. Vielleicht war es auch einfach zuviel "Fachkompetenz" die da mit den Markierungen des Radweges am Lago de Sanabria zusammengestoßen ist. Nach einer halben Umrundung und einem 4 Kilometer langen Aufstieg mit dem geschulterten Fahrrad haben wir uns dann auch eingestanden, daß dies jedenfalls nicht der Radweg war. Spaß hat es trotzdem gemacht und die Aussicht war spektakulär.

Der Frosch bringt das Glück...


Neben der Kathedrale ist es vor allem die Universität von Salamanca, welche die Besucher die Stadt zu einem besonderen Verweilen veranlaßt. Genauer gesagt der Frosch. So machte sich der Erschaffer des Portals einen kleinen Spaß daraus neben den historischen Ornamenten einen kleinen Frosch darin zu verstecken. Die ein wenig verzwickte Suche nährte so den Aberglauben der Studenten auf erfolgreiche Examen hoffen zu dürfen, wenn man des kleine Tier erst einmal entdeckt hatte - konnten doch mathematische Formeln und philosophische Zitate nicht schwerer zu erlernen sein.

Die Kathedrale wartet dagegen mit sehr viel moderneren Geheimnissen auf. So fragt sich sicherlich jeder was der Astronaut dort im steinernen Portal zu suchen hat oder der Eis-essende Drache.

Viel Spaß also beim Suchen!

"...da ist man gut!"


Dies gilt unter Spaniern als die obligatorische Empfehlung für jedwelchen Ort. Noch vor den historischen Sehenswürdigkeiten, den atemberaubenden Stränden oder dem kulturellen Angebot eines Urlaubsortes wird einem detailliert erklärt in welcher Gaststätte man unbedingt des Weges Rast machen sollte. Erscheint ja auch logisch - gut gestärkt läßt sich schließlich viel mehr erkunden. Daß der gemeine Spanier dies dann nicht so handhabt ist eine andere Geschichte. Doch über die schon fast lästige Angewohnheit der Siesta, der von Wirtschaftsexperten bemängelten Arbeitsmoral will ich mich hier eigentlich nicht auslassen.

Viel schöner finde ich das Schild der Bar, die ich in Pontevedra entdeckt habe: "JAQUEYVI" - was einfach die Abkürzung darstellt für "Jamon, Queso y Vino" (übersetzt "Schinken, Käse und Wein"). Warum auch über fantasievolle Namen lange nachdenken, wenn sie das Elementare doch so viel schöner ausdrücken läßt.

Neben diesen gemeinhin bekannten Spezialitäten kann man sich allerdings in Galizien noch viel mehr der Vielfalt an Meeresfrüchten erfreuen - gilt die Region doch als Wiege all der Köstlichkeiten aus den Tiefen des Atlantiks und die galizischen Fischer mit ihren Fangfahrten bis hoch nach Skandinavien als die Seebären des Südens.

In diesem Sinne: "Guten Appetit!"

Freitag, 4. August 2006


Da bin ich nun also angekommen - beim "Davor". Ob nun erst alles anfängt? Oder stellt das Schil sinnbildlich dafür, daß man nach dem Passieren einfach alles vergessen soll, was vorher gewesen ist. Wer weiß das schon? So mag einfach ein jeder das Schild für sich so deuten, wie es Ihm am besten gefällt. Ich für meinen Teil will es gerne so deuten, daß die Tage in Galizien eine völlig neue und die bislang schönste Seite Spaniens mir offenbart haben und ich damit die Hoffnung verbinde, daß dies erst der Anfang gewesen sein mag. Ich hoffe Ihr könnt die folgenden kleinen Berichte und Photos genauso genießen wie ich es getan habe, als ich mal wieder "unterwegs" war.