Donnerstag, 22. Juni 2006

Ein neues Zuhause



Da ist es nun also endlich - mein neues Zuhause. Nachdem der Kursus in Cartagena an der Schule der spanischen Marineinfanterie mit dieser Woche zu Ende gegangen ist, habe ich mit dem zweiten Umzug in gut 6 Monaten, das Plätzchen gefunden, wo ich die nächsten zweieinhalb Jahre bleiben werde.
El Puerto de Santa Maria, heißt die kleine Stadt, wo das Häuschen steht. In angenehmer Entfernung zu meiner künftigen Arbeitsstätte, dem Marinestützpunkt von Rota, so daß ich hoffentlich nicht jeden Tag ins Auto steigen muss, sondern mit dem Fahrrad oder dem Roller mich auf den Weg machen kann. Für alle die es interessiert - und die zu faul sind den Atlas zu bemühen oder Google Earth zu befragen, reiche als grobe Angabe der äußerste Südosten Spaniens, zwischen Cadiz im Süden und Jerez de la Frontera im Norden.
Das Haus liegt gut 10 Minuten zu Fuß vom Strand entfernt, in einem schönen ruhigen Viertel, und hat nicht nur jede Menge Platz, sondern auch noch eine große Badewanne zum Planschen.
Die Stadt selbst ist zwar nicht sonderlich groß, doch verfügt über so ziemlich alles was man zum Leben braucht. Designer-Boutiquen wird man hier allerdings vergebens suchen
Vom kleinen Hafen aus kann man Cadiz mit der Fähre in knapp 20 Minuten erreichen, um einen der geschichsträchtigen Flecke Andaluciens zu erreichen. So darf sich diese Stadt (neben San Fernando im süden), aufgrund seiner "Insellage" rühmen, als einzige nicht den Truppen Napoleons zum Opfer gefallen zu sein.
Mehr Bilder seht Ihr bei flickr.com

Ein authentischer Experte



Jesus findets prima, Adolfo weiß noch nicht so recht was er denken soll, Kim ist in Gedanken schon im Flieger, Fran ist zufrieden, Jungi will in den Kongo, Antoniette sieht das alles ein wenig kritisch, Pedro denkt schon an seine Hochzeit und Jaime raucht erstmal entspannt eine Zigarette....
Der Kurs "Amphibische Operationen" ist mit unserem letzten Besuch der Generalstäbe des Heeres, der Luftwaffe und der Marine in Madrid zu Ende gegangen.
Mit der Überreichung der "Diploma" sind wir nun also alle authentische Experten, wie man so mit einem Amphibienfahrzeug an den Strand fährt, ohne sich die Hosen naß zu machen oder der Rucksack baden geht. Ob wir dann tatsächlich auch alles so richtig verstanden haben, wird sich spätestens bei der ersten Übung zeigen, wenn uns der Wind ständig die überdimensionalen Karten ins Gesicht bläst, wir am Strand keinen Stecker für den Labtop finden und auch sonst einfach partout keiner machen will, was wir uns so tolles ausgedacht haben.
Zumindest haben wir den Lehrgang geschafft und das war ein gutes Stück Arbeit. Ich bin froh, daß es zu Ende ist, nicht zuletzt weil ich hoffe damit endlich ein wenig auch das Land genießen zu können und mir nicht jede Nacht mit mühsamer Schreiberei auf Spanisch um die Ohren schlagen zu müssen. Alles in allem war es für mich ein guter Lehrgang bei dem ich viel gelernt habe. Bleibt abzuwarten wie es nun auf meinem nächsten Dienstposten wird. Doch zuversichtlich und mit der Sonne im Nacken sehe ich dem allen gelassen entgegen.
Wenn ihr also in eurem nächsten Urlaub plant die griechischen Inseln per Amphibienfahrzeug zu erkunden, die Landung in Seoul zu re-inszenieren oder einfach nur wissen wollt, wie man auch ohne Labtop am Strand ein Klo findet, so freue ich mich Euch mit meinem geballten Wissen zur Verfügung zu stehen

So schön kann Fußball sein...


Was machen da eigentlich die weiblichen Fans....
Vielleicht sollte ich mir das nächste Spiel mit einer Gruppe von Mädels ansehen ;-))
Das Bild entstand während des ersten Gruppenspiels der spanischen Mannschaft während der Fußballweltmeisterschaft.

Mittwoch, 21. Juni 2006

Airshow am Mar Menor


Abheben und einfach alles vergessen...
Das haben zumindest die Piloten bei der Airshow gemacht, die ich mir zusammen mit Antonio und Lala, seiner Freundin, am 4. Juni über dem Mar Menor, einer rießigen Flachwasserbucht in der Nähe von Mucia. Zu bestaunen gab es neben einer schweiterischen und italienischen Kunstlugstaffel, sowie der ortsansäßigen Mannschaft der spanischen Luftwaffen, die berühmten "Red Arrows" der britischen Luftwaffe. Anlaß für das Spektakel über den Kopfen tausender Schaulustiger aus der ganzen Provinz, war die Feier der Region Murcia als Heimat für spanische Militärflieger seit 75 Jahren.
Sehr sehenswert und beeindruckend die Formation mit dem Herzen für alle die ihrer Freundin/Freund mal so richtig imponieren wollen. Ein ausgedehntes Übungsprogramm mit Papierfliegern ist da allerdings sehr zu empfehlen, bevor man sich ein jetgetriebens Luftfahrtzeug unter den Hintern schnallt.