
Als ich vor vier Wochen in Madrid in diesem Sportladen für mit jenem älteren, schon etwas ergrauten Veteranen des Laufsports einen kleinen Plausch hatte, beantwortete er meine Frage hinsichtlich des Marathon der vier Wochen später stattfinden würde mit “muy duro”, was nicht schwierig zu verstehen war. Die Anmerkung, daß er selbst auch schon dran teilgenommen hätte und die Erwähnung seiner “Zeit” klang damals noch nicht so stolz und der mich musternde Blick erschien mir nicht so besorgt, wie es mir jetzt in Erinnerung ist. Zumindest warnte er mich noch hinsichtlich der vielen Steigungen und gab mir zu Verstehen, daß es in Madrid immer entweder sehr heiß sei oder sehr kalt sei.
Heute, zwei Tage nach dem Ereignis in der spanischen Metropole, kann ich der Historie meiner Versuche die 3-Stunden-Marke zu unterbieten folgende Anmerkungen hinzufügen: Vermutlich wäre es besser, wenn ich noch 20 Jahre länger trainiere, bis ich das Alter des ergrauten Herren und damit vielleicht seine konditionelle Verfassung erreicht habe, denn seine Zeit vermochte ich nicht zu unterbieten. Und und für das nächste Mal werde ich Sonnencreme, Steigeisen und vorsichtshalber den Metro-Plan von Madrid einpacken.
In Erinnerung wird mir nichtsdestotrotz ein schöner Lauf bleiben bei herrlichem Sonnenschein (und Sonnenbrand), mit einer begeisterten Zuschauermenge, die teilweise so enge Spaliere formte, wie man sie aus den Fernsehübertragungen der Bergetappen der Tour de France kennt, viele hübsche Mädchen am Straßenrand und eine sagenhafte Verpflegungsstation im Ziel, dem Retiro-Park, die mir die restlichen Mahlzeiten des Tages ersparte.
Ich werde also weiter laufen…