Mittwoch, 9. August 2006

Franco, Festungen & Ferrol


In Ferrol wartete im Arsenal der Marine nicht nur die letzte Statue Francos auf uns, sondern auch eine beeindruckende Festung, die es zu beiden Seiten einer Bucht zu besichtigen gab.

Dienstag, 8. August 2006

La Coruña


In A Coruña haben wir (im Gegensatz zu Anderen) dann lieber den (Draht-)Esel stehen lassen und uns auf alt eingefahrenen Wegen die schöne Stadt angesehen.

Das ist jedenfalls nicht der Radweg..


Wenn ein spanischer Marineinfanterist und ein deutscher Marinesicherer eine Radtour machen, sollte man doch getrost davon ausgehen, daß selbst die schlechteste Karte der Orientierung dienlich ist. Vielleicht war es auch einfach zuviel "Fachkompetenz" die da mit den Markierungen des Radweges am Lago de Sanabria zusammengestoßen ist. Nach einer halben Umrundung und einem 4 Kilometer langen Aufstieg mit dem geschulterten Fahrrad haben wir uns dann auch eingestanden, daß dies jedenfalls nicht der Radweg war. Spaß hat es trotzdem gemacht und die Aussicht war spektakulär.

Der Frosch bringt das Glück...


Neben der Kathedrale ist es vor allem die Universität von Salamanca, welche die Besucher die Stadt zu einem besonderen Verweilen veranlaßt. Genauer gesagt der Frosch. So machte sich der Erschaffer des Portals einen kleinen Spaß daraus neben den historischen Ornamenten einen kleinen Frosch darin zu verstecken. Die ein wenig verzwickte Suche nährte so den Aberglauben der Studenten auf erfolgreiche Examen hoffen zu dürfen, wenn man des kleine Tier erst einmal entdeckt hatte - konnten doch mathematische Formeln und philosophische Zitate nicht schwerer zu erlernen sein.

Die Kathedrale wartet dagegen mit sehr viel moderneren Geheimnissen auf. So fragt sich sicherlich jeder was der Astronaut dort im steinernen Portal zu suchen hat oder der Eis-essende Drache.

Viel Spaß also beim Suchen!

"...da ist man gut!"


Dies gilt unter Spaniern als die obligatorische Empfehlung für jedwelchen Ort. Noch vor den historischen Sehenswürdigkeiten, den atemberaubenden Stränden oder dem kulturellen Angebot eines Urlaubsortes wird einem detailliert erklärt in welcher Gaststätte man unbedingt des Weges Rast machen sollte. Erscheint ja auch logisch - gut gestärkt läßt sich schließlich viel mehr erkunden. Daß der gemeine Spanier dies dann nicht so handhabt ist eine andere Geschichte. Doch über die schon fast lästige Angewohnheit der Siesta, der von Wirtschaftsexperten bemängelten Arbeitsmoral will ich mich hier eigentlich nicht auslassen.

Viel schöner finde ich das Schild der Bar, die ich in Pontevedra entdeckt habe: "JAQUEYVI" - was einfach die Abkürzung darstellt für "Jamon, Queso y Vino" (übersetzt "Schinken, Käse und Wein"). Warum auch über fantasievolle Namen lange nachdenken, wenn sie das Elementare doch so viel schöner ausdrücken läßt.

Neben diesen gemeinhin bekannten Spezialitäten kann man sich allerdings in Galizien noch viel mehr der Vielfalt an Meeresfrüchten erfreuen - gilt die Region doch als Wiege all der Köstlichkeiten aus den Tiefen des Atlantiks und die galizischen Fischer mit ihren Fangfahrten bis hoch nach Skandinavien als die Seebären des Südens.

In diesem Sinne: "Guten Appetit!"

Freitag, 4. August 2006


Da bin ich nun also angekommen - beim "Davor". Ob nun erst alles anfängt? Oder stellt das Schil sinnbildlich dafür, daß man nach dem Passieren einfach alles vergessen soll, was vorher gewesen ist. Wer weiß das schon? So mag einfach ein jeder das Schild für sich so deuten, wie es Ihm am besten gefällt. Ich für meinen Teil will es gerne so deuten, daß die Tage in Galizien eine völlig neue und die bislang schönste Seite Spaniens mir offenbart haben und ich damit die Hoffnung verbinde, daß dies erst der Anfang gewesen sein mag. Ich hoffe Ihr könnt die folgenden kleinen Berichte und Photos genauso genießen wie ich es getan habe, als ich mal wieder "unterwegs" war.

Sonntag, 16. Juli 2006

Flamenco mit Sara Baras


Ein Spektakel der besonderen Art durfte ich mit Antonio & Lala, Fran & Bea, Rosa und Angela (Freundinnen von Lala) am Samstag, den 15. Juli in Cadiz erleben. Die berühmte Flamenco-Tänzerin Sara Bara (gebürtig aus Cadiz und kurioser Weise eine Cousine von Antoniette mit dem ich zusammen den Kurs in Cartagena gemacht habe) gab eine Vorstellung im Parque Genovese. Es war faszinierend schön die atemberaubenden rhythmisch perfekten Bewegungen des Ensembles anzusehen zu den pulsierenden Klängen der Musiker. Ein unvergeßlicher Abend! Einer der schönsten Abende seit ich hier im Süden weile und ganz bestimmt unvergeßlich. Das Schauspiel zu erleben, läßt einen verstehen, warum die Andaluzier ob ihres Temperament und ihrer Leidenschaft so berühmt sind.

Wer Lust hat, kann sich ja mal den Link dazu ansehen.

Donnerstag, 13. Juli 2006

Tunel del Tiempo


Zusammen mit Antonio, Lala, Gema und ihrem Freund war ich am Donnerstag, den 13. Juli unterwegs durch das "Barrio Populo" - das älteste Viertel von Cadiz, auf unserer interaktiven Stadtführung mit "Lucky Love" einem kuriosen Zeitreisenden. Das Angebot einer Bar in Cadiz die Stadt mal auf andere Art und Weise zu erkunden hat viel Spaß gemacht.
Mehr Bilder könnte Ihr Euch auf der flickr-Seite ansehen.

Dienstag, 11. Juli 2006

Stadtrundgang Cadiz


"Die älteste Stadt Europas" - so zumindest lautet die Bezeichnung, mit der Cadiz gerne von seinen Bewohnern angepriesen wird. Finden sich hier doch zeitgeschichtliche Zeugnisse aus jeder Epoche - Römer, Phönizier, der Engländer und der Truppen Napoleons. So wollte ich mir das Angebot einer kostenlosen Stadtführung unter dem Titel "Cadiz des Mittelalters" nicht entgehen lassen und habe mich der Exkursion am Dienstag, den 11 Juli angeschlossen. Tolle Bauwerke aus Korallengestein gab es zu bestaunen und viele Eigentümlichkeiten wie die Türme, die fast jedes Gebäude hat, um den Kaufleuten in den alten Zeiten eine Kommunikation mit den Schiffen auf Reede und im Hafen zu ermöglichen, oder die französischen Kanonenrohre, die man nach dem Abzug der Truppen aus dem Meer gefischt hat und als Eckpfeiler an die Häuser gemauert hat, um zu vermeiden, daß Kutschen und andere Fuhrwerke beim Passieren der engen Gassen das mauerwerk beschädigen.

Sonntag, 2. Juli 2006

Flamenco in der "Perla de Cadiz"


Zwei Wochen habe ich nun meine neue Arbeitstelle beschnuppert, bevor ich mich dann erstmal in den wohlverdienten Urlaub abgemeldet habe. was die Arbeit betrifft, so ziehe ich es vor noch ein wenig abzuwarten, bevor ich ein Resumee ziehen werde. Was mich freut sind unsere "Büros", die sich direkt an Bord des Landungsschiffes SPS "Galicia" befinden. So bekommt man neben dem maritimen Feeling auch jeden Tag eine kleine Brise Amphibik in die Nase, wenn die Jungs der Brigade der Marineinfanterie z.B. das Beladen des Schiffes mit Fahrzeugen oder Panzern üben.

Nachdem ich aber nun die ungeduldigen Füße meines Vaters geerbet habe, und sie ebensowenig still halten kann, habe ich dann in der ersten Urlaubswoche erst mal den Gärtner gefeuert und es vorgezogen 140 Meter Gräben in den Garten zu buddeln, um ein automatisches Beregnungssystem zu installieren, was mir in Zukunft dann erlauben wird auch mal ein paar Tage nicht vor Ort zu sein, ohne sich Gedanken machen zu müssen, ob der Gärtner nun kommt und den Garten "flutet" oder lieber eine Siesta zu Hause macht. Bilder davon werde ich Euch ersparen, weil Baustellen in der Regel nun mal recht unspektakulär sind.

Sehr viel schöner und interessanter war dagegen der erste Auftritt (Samstag 1. Juli ) von Lala, der Freundin Antonios, die in der berühmten Flamenco-Schule Cadiz "Perla de Cadiz" Tanzstunden hat. Meine erste Begegnung mit einer, wie ich feststellen muss, ausgesprochen fröhlichen und temperamentvollen Stimmung seitens der Tänzer, der Musikanten und des Publikum, was sich entgegen unserer etwas preusischen Art, keine Gelegenheit entgehen läßt, ihre Begeisterung durch Zurufe Asdruck zu verleihen.