
Zwei Wochen habe ich nun meine neue Arbeitstelle beschnuppert, bevor ich mich dann erstmal in den wohlverdienten Urlaub abgemeldet habe. was die Arbeit betrifft, so ziehe ich es vor noch ein wenig abzuwarten, bevor ich ein Resumee ziehen werde. Was mich freut sind unsere "Büros", die sich direkt an Bord des Landungsschiffes SPS "Galicia" befinden. So bekommt man neben dem maritimen Feeling auch jeden Tag eine kleine Brise Amphibik in die Nase, wenn die Jungs der Brigade der Marineinfanterie z.B. das Beladen des Schiffes mit Fahrzeugen oder Panzern üben.
Nachdem ich aber nun die ungeduldigen Füße meines Vaters geerbet habe, und sie ebensowenig still halten kann, habe ich dann in der ersten Urlaubswoche erst mal den Gärtner gefeuert und es vorgezogen 140 Meter Gräben in den Garten zu buddeln, um ein automatisches Beregnungssystem zu installieren, was mir in Zukunft dann erlauben wird auch mal ein paar Tage nicht vor Ort zu sein, ohne sich Gedanken machen zu müssen, ob der Gärtner nun kommt und den Garten "flutet" oder lieber eine Siesta zu Hause macht. Bilder davon werde ich Euch ersparen, weil Baustellen in der Regel nun mal recht unspektakulär sind.
Sehr viel schöner und interessanter war dagegen der erste Auftritt (Samstag 1. Juli ) von Lala, der Freundin Antonios, die in der berühmten Flamenco-Schule Cadiz "Perla de Cadiz" Tanzstunden hat. Meine erste Begegnung mit einer, wie ich feststellen muss, ausgesprochen fröhlichen und temperamentvollen Stimmung seitens der Tänzer, der Musikanten und des Publikum, was sich entgegen unserer etwas preusischen Art, keine Gelegenheit entgehen läßt, ihre Begeisterung durch Zurufe Asdruck zu verleihen.