Freitag, 17. August 2007

Kap Finistere


Zum Abschluss haben wir noch einen Ausflug ans Kap Finistere unternommen - ganz bequem mit dem Bus.

am Ziel !!!


Nach gut 700 Kilometern in 23 Tagen haben wir das Ziel unserer Wanderung, den Camino por la Coste - Camino del Norte entlang erreicht: Santiago de Compostela.
Überglücklich, trotz des galizischen Regens, der uns auf dem Kathedralsplatz empfing.

Rekordverdächtig!


Unseren Strecken-Zeitrekord stellten wir schließlich zwei Tage vor Ende der Wanderung ein: 42 Kilometer über die galizischen Höhenzüge von Vilalba nach Sobrado dos Monxes in einer Nettozeit von 8 Stunden.

(Dass die Sonne bei unserer Ankunft noch schien, liegt daran, dass wir bereits um 6 Uhr morgens mit Stirnlampe durch die Dunkelheit stolpernd losgegangen sind.)

den gelben Pfeilen nach

Luigi, töte das Pferd!


Diese Telefon hätte unserer Meinung nach auch auf dem Platz einer verstaubten Kleinstadt in Sizilien stehen können. Es war der öffentliche Taxiruf: Ertönte die Klingel, nahm der nächststehende Taxifahrer den Hörer ab, um die Order zu empfangen.
Wie in einer Szene über die Mafia wurde dann verschwörerisch in den Höhrer gemurmelt, um sich dann eilends mit quitschenden Reifen im Taxi davon zu machen.
Gefunden in Mondoñedo (18.Juli) - und tagelang blutrünstige Mafia-Geschichten dazu ausgedacht.

Reise zurück durch die Zeit


Auf unserem Weg durch verlassene kleine Weiler, vorbei an historischen Kirchen und Friedhöfen, fühlten wir uns um Jahrzehnte zurück versetzt. Unvergessen die Szene mit einer älteren Dame, welche mit einer Sichel die Gartenhecke zurecht stutzte und dabei verblüffendes Augenmaß und Geschicklichkeit bewies. Fast schon eine Wohltat zu sehen, daß auch ohne WLAN und Multimedia die Welt nicht aufhört zu existieren und in ihrer Bescheidenheit mitunter sehr viel friedlicher und lebenswerter erscheint.

der Blick schweift in die Ferne


Den letzten Abschnitt an der Küste, von Tapia de Casariego nach Ribadeo (16. Juli), haben wir nicht nur aufgrund seiner Schönheit und Unberührtheit sichtlich genossen. Mit Erreichen unseres Tagesziels, dem ersten Ort in Galizien, wanderten wir nun landeinwärts, immer südwestlich, dem großen Ziel, Santiago de Compostela, entgegen.

Orientierung ???


wer genau hinschaut, kann die Pilgerin erkennen, die sich nachher als "Hildegard" entpuppte. Der Eindruck täuscht übrigens nicht - sie wirkte nicht nur in dem Feld mit dem hochgewachsenen Mais verloren ;-)

Es riecht nach Fisch...


schöne kleine Fischerorte, wie hier Luarca (14. Juli) entschädigen für viele Kilometer auf öden Landstraßen. Am unangenehmsten sind die Begegnungen mit rücksichtslosen Lastwagenfahrer, deren Aluminiumverstrebungen an der Motorhaube vermutlich eher der Jagd von Pilgern als zum Schutz gegen Kühe dienen.

Durch den asturischen Dschungel


Immer die Küsten entlang ging es weiter nach Gijon, wo wir uns einen Tag Pause gegönnt haben; Svenjas Blasen an den Füßen haben sich über einen Tag "Frischluft" gefreut. Dort haben wir uns dann landeinwärts durch den asturischen Dschungel geschlagen - den Schlingpflanzen und Zecken trotzend, um dann bei Cudillero wieder das Meer zu erblicken.