Freitag, 4. Mai 2007

Die "goldene Stadt" - Malta 16-17 März


Die berühmte und selbst erfahrene Gastfreundschaft der Malteser ist wohl die prägendste Erinnerung, welche ich neben dem faszinierenden Farbenspiels, welches die Sonne auf die bernsteinfarbenen Mauern der Häuser von Malta zaubert, von der Insel im Mittelmeer mitnehme.
Mit museums-verdächtigen Bussen ging es, nach Besichtigung La Valettas und der beeindruckenden St. John´s Cathedral quer über die Insel zu den alten Städten Rabat und Mdina.
Und wo immer man hinkommt, weht ein Hauch der Geschichte des Malteser Ordens - es ist als würde jeder Quader in den Gassen noch heute von dem bewegten Leben der alten Ritter erzählen.
Leider ging es schon nach 1,5 Tagen wieder hinaus auf See, da es die Schiffe des Verbandes, die über Häfen in Tunesien, Italien und eben Malte verteilt waren, wieder einzusammeln. Ein erneutes Meisterwerk von spanischer Planung...

Aksaz, Marmaris und Ephesos 9-11 März


Das nächste Abenteuer wartete in Gestalt eines türkischen Polizisten auf mich und Charris, dessen Hinweis "wir hätten die zulässige Höchstgeschwindigkeit überschritten" auf meine unversonnene Diskussionsfreudigkeit stiess. Als ich jedoch nach 30-minütiger Unterredung und nach Demonstration des Videos mich schliesslich bereit erklärte für die 6km/h zuviel den entsprechenden Obolus auzubringen, gab es sogar noch eine Ermässigung. Discount-Preise auf der Landstrasse, statt Kerker im anatolischen Hinterland. Charris hat das sichtlich beruhigt und so konnten wir die Reise von Aksaz nach Ephesos fortsetzen, wo auf einem riesigen Areal die beeindruckend gut erhaltene antike Stadt zu besichtigen ist. Wie das wohl wäre, wenn selbst der Artemis-Tempel, dereinst eines der sieben Weltwunder hier noch zu besichtigen wäre?

Kreta ist auch Griechenland ...(Athen) 1-4 März


Geplant war, dass wir direkt in Piräus einlaufen würden. Doch den griechischen Onassis-Erben waren die harten Dollar der Kreuzfahrtschiffe lieber als graue Schiffe voller andalusischer Machos. Da hätte Caterina Valente noch wochenlang ihren Hit "Ein Schiff wird kommen" trällern können - es hätte höchstens was an der ewigen Chartliste geändert. So durten nur die Fregatten nach Athen und wir nach Heraklion. Da ich aber meinen ganz privaten "Stern" in die Arme nehmen wollte, blieb mir nichts anderes übrig, als mit der Fähre nachts durch die Ägäis zu schippern, um dann doch noch ein paar wunderschöne Tage mit Svenja die Stadt zu erleben. Bei herrlichem Sonnenschein haben wir beide dann die grossen antiken Stätten besichtigt. Ein weiterer Höhepunkt war das sonntagliche "Festessen" im Hause von Charris - mit seiner Familie - zu der die Mama alle Köstlichkeiten der lokalen Küche kredenzte. Vielen Dank nochmal an dieser Stelle: Es war einfach umwerfend!

Chivitavecchia-Rom 16-19 Februar 2007


Eigentlich hatte ich ja geplant die Vespa mitzunehmen und dann vom Hafen Chivitavecchia nach Rom zu fahren - wie in einem der 50er Jahre Filme.
Da der Kran kurz vor Auslaufen kaputt ging, hatte sich dieser schöne Plan dann allerdings schon per se erledigt. So bin ich letztendlich mit dem Zug gen Norden gefahren, um die nächsten drei Tage in typisch "deutscher" Manier die Sehenswürdigkeiten Roms zu besichtigen. Was zunächst Charris, meinen griechischen Freund (der ebenfalls im spanischen Stab arbeitet) und zu guter Letzt auch meine Gesundheit in die Knie gezwungen hat (ich lag danach drei Tage flach mit Grippe), nachdem ich selbst bei strömendem Regen es mir nicht nehmen lassen wollte auch die letzte Ecke zu erkunden - und schliesslich war ja da noch Marc Aurel, dessen Geste zu drohen schien ..geh, und sieh Dir die Stadt an!
Es hat sich jedoch gelohnt und die vielen schönen Eindrücke sind bis jetzt mit die lebhaftesten der ganzen Reise.

Donnerstag, 3. Mai 2007


In den frühen Morgenstunden des 6. Februar verliesen wir den Marinestützpunkt in Rota, um schon nach wenigen Tagen in unserem ersten Hafen, in Marseille, Station zu machen.
Da der Arbeit jedoch viel und mein Unschuldsbewusstsein noch nicht genügend ausgeprägt war, mich bei jeder sich nur bietenden Gelegenheit aus dem Staub zu machen, hab ich ehrlich gesagt nicht so viel gesehen (war ja auch schon mal da) und will ich es für den Anfang bei einem stimmungsvollem Bild kurz vor dem Auslaufen in Rota belassen.
(Für alle die sich wundern sollten - ich weiss natürlich auch, dass dies kein Flugzeugträger ist, aber den kann man ja auch schlecht photografieren, wenn man selber drauf ist..)

Samstag, 27. Januar 2007

GALIBER 07


Nach den 3 amphibischen Manövern zu Anfang des Jahres heißt es dann am 6. Februar für längere Zeit Abschied zu nehmen von Spanien.
Da dem Admiral, dessen Stabes ich angehöre, nicht nur die vier Amphibischen Schiffe, sondern auch der Flugzeugträger der Spanischen Marine untersteht, werde ich bis Ende März mit der "Principe de Asturias" unterwegs sein.

Die Reise des Verbandes, zu dem neben dem Flugzeugträger zwei spanische und eine französische Fregatte gehören, führt uns einmal quer durchs Mittelmeer: Frankreich, Italien, Griechenland, Türkei, Malta oder Tunesien und nach einem Abstecher zu den Kanaren über Marokko zurück nach Rota.

Sonniges Spanien ???


Da sag noch mal einer hier würde immer die Sonne scheinen...O.k. sie scheint aber das auf dem Auto ist nicht gerade Puderzucker..

Das ist eben so wie mit dem Regen... wo man das Wasser aus dem Pool abpumpen muss, damit er vom Regenwasser nicht überläuft..

Na, ja.. man darf eben alles nicht so genau nehmen ;-)

ADELFIBEX 01/07


Nach SEMANA ANFIBIA und einer weiteren Woche Seefahrt und Übungen gemeinsam mit Spezialeinheiten der Marine und der Luftwaffe, geht es nun zum dritten Manöver und dem nächsten amphibischen Highlight erneut auf See.
Das Schöne daran ist, dass ich damit, im Gegensatz zur eher spärlichen Beteiligung letzten Jahres, bereits zum zweiten Mal ordentlich mitmischen durfte, indem ich diese Manöver gemeinsam mit meinem italienischen Kameraden des Stabes vorbereitet habe.
Schon lustig, daß ausgerechnet ein Italiener und ein Deutscher die amphibischen Manöver der spanischen Flotte planen.

Ski-Kult-Tour


Zwischen zwei Manövern haben Svenja und ich das Wochenende kurz genutzt, um schnell nach Granada zu düsen, uns einen Tag die Bretter anzuschnallen und die Pisten hinunter zu wedeln.
Sonntags war dann noch Zeit mit ein wenig sonnenverbannten Gesichtern die Allhambra zu besichtigen.
So war dann was für die Wadeln und den Körper dabei.
Wie heißt es auch so schön: Mens sana in corpore sano :-)

Semana Anfibia 01/07


Mit gewissem Stolz meinerseits ist letzte Woche das erste große Amphibische Manöver zu Ende gegangen. So habe ich als Verantwortlicher dieser jährlichen Basisausbildung seit Dezember letzten Jahres an den Plänen gebastelt, um letztendlich die unterschiedlichen Wünsche und Vorstellungen der drei amphibischen Schiffe "Galicia" und "Castilla" (LPDs) und "Pizarro" (LST), sowie der Brigade der Marineinfanterie unter einen Hut zu bringen. Dass es letztendlich ohne große Pannen und mit einem guten Ausbildungserfolg durchgeführt werden konnte, was mir von allen Seiten bestätigt wurde, hat mich umso mehr gefreut.