Montag, 27. November 2006

Operacion Libre Hidalgo


Mit dem knapp zweimonatigen Transport, zunächst des ersten Kontingents, bestehend aus Marineinfanteristen, der Rückkehr des Amphibischen Verbandes nach Spanien, dem Einladen und Transport der spanischen Legion und letztendlich dem Wechsel der Kontingente, ging der Beitrag der spanischen Flotte an dem UN-Einsatz zu Ende.

Bleibt zu hoffen der Einsatz möge den gewonnenen Erfahrungsschatz an seinem Gehalt, insbesondere für eine friedliche Koexistenz der beiden Völker, einmal übersteigen. Dann wird man wirklich von einem Erfolg sprechen können - einem der Herzen und des Verstandes und nicht der Waffen.

Impressionen Beirut


Eine seltsame Mischung war es die uns empfing als wir in den Hafen von Beirut einliefen, um das Kontingent der spanischen Legion auszuladen, deren Fahrzeuge und Gerät wie Tage zuvor in Almeria an Bord genommen hatten, um die Marineinfanteristen die seit Beginn der UN-Resolution im Land waren, abzulösen.

Das restaurierte Zentrum ließ nur wenig von dem erahnen, was dort vor knapp einem Jahr als die "Zedern-Revolution" die Medien in aller Welt in Staunen, und die Bürger des Landes in große Hoffnung versetzte. Lediglich das Grabmal des ermorderten Ministerpräsidenten, den das Land als Märtyrer jener Bewegung hervorgebracht hatte, vermochte neben all den Nobel-Boutiquen und Karossen daran zu erinnern.

Doch schon wenige Meter hinter den Prachtbauten wird man all der Gebäude gewahr, deren Skelette von Bombentreffern und Geschossen zersiebt, die Grausamkeit dieses Konfliktes in die Gegenwart projezieren.

Erstauenen vermochte zudem die ausgesprochen aufgeschlossenen und fröhlichen Menschen, deren Zusammenleben nicht nur durch die verschiedenartigsten Kultur- und Religionseinflüsse signifikant unterschiedlich geprägt ist, sondern auch durch ihr Erscheinungsbild. Während die Damen der Gesellschaft, das Prada-Täschen schwingend den Lamborghini parken, treibt ein Araber seinen Esel an den Zebrastreifen zu überqueren.

Es war für mich ein besonderes Erlebnis und gerne wäre ich dem Bann noch ein wenig länger erliegen geblieben. Die Schönheit des Orients übte selbst in diesem Elend noch eine wundersame Anziehung aus.

Oh wie schön ist...Panama


Ehrlich gesagt habe ich zwar keine Ahnung wie es in Panama so aussieht, aber der gemeinsame Strandspaziergang mit Mama und Papa in El Puerto de Santa Maria hat schon ein wenig an die Geschichte von Janosch erinnert. Der Strohhut gibt dem ganzen natürlich seinen besonderen Flair.

Freitag, 13. Oktober 2006

Gibraltar


Da mich Mama und Papa gerade besuchen, haben wir den Spanischen Nationalfeiertag, am Donnerstag den 12. Oktober, zum Anlaß genommen erstmal das Land gleich wieder zu verlasssen. Nicht weil es so schrecklich hätte werden können, sondern vielmehr um über Tarifa und Algericas nach "England" zu fahren. Einen alten Kindheitstraum wahr werden lassen und Gibraltar besuchen. Eine quirlige Mischung spanischer Lebensfreude und englischer Kaufmannsgesinnung findet man dort ebenso zwischen den historischen Mauern, wie marrokanische Kaftans neben britischen Wadenstrümpfen und spanischen Badeschlappen.

Homme de Ferro - Ibiza


Überglücklich und erstaunlicherweise gar nicht so erschöpft habe ich am 8. September in Santa Eulalia del Riu meine erste Langdistanz "gefinished". Das lange Training und ein gut eingeteiltes Rennen hatten sich also ausgezahlt. Für einen Podiumsplatz hat es dennoch nicht gereicht. So war das Teilnehmerfeld bei der Spanischen Meisterschaft über die Langdistanz (4km Schwimmen - 120km Radfahren - 30km Laufen) doch mit echten Profis, wie dem Weltranglistenfünften der Herren, Stephen Bayliss, der Weltranglistenersten der Frauen, Bella Comenford, den spanischen Meistern, sowie unzähligen regionalen und provinziellen Meistern gut gespickt. Mit einer Zeit von 8:36:10 hat es dann immerhin noch für Platz 256 gereicht. Wobei von den über 400 Teilnehmern nur knapp 320 das Ziel erreichten.

Neben dem Triathlon hatte ich auch noch ein wenig Zeit einen kleinen Ausflug nach Ibiza zu unternehmen.
Mehr Bilder vom Triathlon und Ibiza gibt es wie immer bei flickr.com

Donnerstag, 21. September 2006

Parade in Jerez de la Frontera


Beim Flamenco und auf dem Rücken ihrer Pferde - da strahlen die Andalusier all ihren Stolz aus. Und die Pferde tun das Ihrige dazu. So mutet doch der Auftritt des ein oder anderen Kaltblüters eher einer Dressur denn einer gemütlichen Sonntagmittags-Parade an. Ein faszinierendes Erlebnis die Trachten und "All die schönen Pferden" zu sehen. Ob wohl Marty Stuart beim Komponieren des gleichnamigen Songs ein ähnliches Bild vor Augen hatte?
Nicht nur für Svenja und ihre Pferde-Begeisterung, sondern auch für mich war der Besuch in Jerez am Sonntag, den 17. September der gelungene Abschluss eines schönen Wochenendes.

Jenseits von Afrika...


... liegt Tarifa. Die südlichste und wohl auch eine der geschichtsträchtigsten Bastionen im historischen Wogen der Mauren und Spanier jenseits der Straße von Gibraltar. Nach einem Stadtrundgang und dem leider verwehrten Zugang zu den "Kanonen von Tarifa" (die spanischen Streitkräfte unterhalten bis heute eine Artilleriestellung auf einer südlich der Stadt vorgelagerten Insel) haben Svenja und ich uns dann allerdings mehr dem bunten Treiben der unzähligen Kite-Surfer zugewendet und deren Spiel mit den Elementen, von einem chilligen Beach-Club am Strand, beobachtet.

Sevilla


Was kann es schöneres geben als andalusische und maurische Kultur, wunderschöne Gebäude, Sehenswürdigkeiten und Großstadtflair mit einem genüßlichen Kaffee bei Starbucks zu verbinden? Also haben Svenja und ich, am Freitag den 15. September, einfach einen Tag lang "zu Pferde" und zu Fuß Sevilla unsicher gemacht. Und ich komme bestimmt noch mal wieder.. nicht nur wegen des Kaffees :-)

Good Bye and Buen Viaje!


Am Freitag, den 8.September, ging das spanische Kontingent Marineinfanteristen zur Verstärkung der UNIFIL-Mission im Libanon an Bord der Amphibischen Schiffe "Galicia" und "Pizarro", sowie des Transporters "Patiño", begleitet von der Fregatte "Almirante Juan de Borbon", um sich auf den Weg ins Mittelmeer zu machen.
Wünschen wir allen Kameraden eine gute Mission eine unbeschadete Wiederkehr nach Hause!

Wehmütig bleibt man da an der Pier zurück, an der ersten großen Amphibischen Operation seit Jahrzehnten, angefangen mit der Landung französischer und italienischer Marineinfanteristen, nicht teilnehmen zu können. Und dies, wo doch die Bedingungen hätten nicht besser sein können. Doch nachdem bei Auslaufen noch kein deutsches Mandat vorlag, blieb mir nichts anderes übrig.

Triathlon in Rota


Der Anfang ist gemacht... Nach vielen Wochen Training hab ich am 3. September meinen ersten Triathlon "gefinished". Wenngleich die muskelbepackten Kuzdistanz-Kraftpakete und mein Training der vergangenen Monate für das große Abenteuer Langdistanz im Oktober auf Ibiza, von vornherein wenig Aussicht auf Erfolg versprachen, so wollte ich mir doch die Gelegenheit nicht entgehen lassen quasi direkt vor der Haustür zu starten.
Spaß gemacht hat es trotzdem auch wenn ich mir zeitweise ein wenig wie die Blei-Ente neben all den Spezialisten für dieses kurze und daher auch recht schnelle Rennen vorkam.
Nun werden die Tage gezählt bis es dann endlich Anfang Oktober auf die Balearen geht. Hoffentlich mit dem gleichen Ergebnis: did finish!