Freitag, 4. August 2006


Da bin ich nun also angekommen - beim "Davor". Ob nun erst alles anfängt? Oder stellt das Schil sinnbildlich dafür, daß man nach dem Passieren einfach alles vergessen soll, was vorher gewesen ist. Wer weiß das schon? So mag einfach ein jeder das Schild für sich so deuten, wie es Ihm am besten gefällt. Ich für meinen Teil will es gerne so deuten, daß die Tage in Galizien eine völlig neue und die bislang schönste Seite Spaniens mir offenbart haben und ich damit die Hoffnung verbinde, daß dies erst der Anfang gewesen sein mag. Ich hoffe Ihr könnt die folgenden kleinen Berichte und Photos genauso genießen wie ich es getan habe, als ich mal wieder "unterwegs" war.

Sonntag, 16. Juli 2006

Flamenco mit Sara Baras


Ein Spektakel der besonderen Art durfte ich mit Antonio & Lala, Fran & Bea, Rosa und Angela (Freundinnen von Lala) am Samstag, den 15. Juli in Cadiz erleben. Die berühmte Flamenco-Tänzerin Sara Bara (gebürtig aus Cadiz und kurioser Weise eine Cousine von Antoniette mit dem ich zusammen den Kurs in Cartagena gemacht habe) gab eine Vorstellung im Parque Genovese. Es war faszinierend schön die atemberaubenden rhythmisch perfekten Bewegungen des Ensembles anzusehen zu den pulsierenden Klängen der Musiker. Ein unvergeßlicher Abend! Einer der schönsten Abende seit ich hier im Süden weile und ganz bestimmt unvergeßlich. Das Schauspiel zu erleben, läßt einen verstehen, warum die Andaluzier ob ihres Temperament und ihrer Leidenschaft so berühmt sind.

Wer Lust hat, kann sich ja mal den Link dazu ansehen.

Donnerstag, 13. Juli 2006

Tunel del Tiempo


Zusammen mit Antonio, Lala, Gema und ihrem Freund war ich am Donnerstag, den 13. Juli unterwegs durch das "Barrio Populo" - das älteste Viertel von Cadiz, auf unserer interaktiven Stadtführung mit "Lucky Love" einem kuriosen Zeitreisenden. Das Angebot einer Bar in Cadiz die Stadt mal auf andere Art und Weise zu erkunden hat viel Spaß gemacht.
Mehr Bilder könnte Ihr Euch auf der flickr-Seite ansehen.

Dienstag, 11. Juli 2006

Stadtrundgang Cadiz


"Die älteste Stadt Europas" - so zumindest lautet die Bezeichnung, mit der Cadiz gerne von seinen Bewohnern angepriesen wird. Finden sich hier doch zeitgeschichtliche Zeugnisse aus jeder Epoche - Römer, Phönizier, der Engländer und der Truppen Napoleons. So wollte ich mir das Angebot einer kostenlosen Stadtführung unter dem Titel "Cadiz des Mittelalters" nicht entgehen lassen und habe mich der Exkursion am Dienstag, den 11 Juli angeschlossen. Tolle Bauwerke aus Korallengestein gab es zu bestaunen und viele Eigentümlichkeiten wie die Türme, die fast jedes Gebäude hat, um den Kaufleuten in den alten Zeiten eine Kommunikation mit den Schiffen auf Reede und im Hafen zu ermöglichen, oder die französischen Kanonenrohre, die man nach dem Abzug der Truppen aus dem Meer gefischt hat und als Eckpfeiler an die Häuser gemauert hat, um zu vermeiden, daß Kutschen und andere Fuhrwerke beim Passieren der engen Gassen das mauerwerk beschädigen.

Sonntag, 2. Juli 2006

Flamenco in der "Perla de Cadiz"


Zwei Wochen habe ich nun meine neue Arbeitstelle beschnuppert, bevor ich mich dann erstmal in den wohlverdienten Urlaub abgemeldet habe. was die Arbeit betrifft, so ziehe ich es vor noch ein wenig abzuwarten, bevor ich ein Resumee ziehen werde. Was mich freut sind unsere "Büros", die sich direkt an Bord des Landungsschiffes SPS "Galicia" befinden. So bekommt man neben dem maritimen Feeling auch jeden Tag eine kleine Brise Amphibik in die Nase, wenn die Jungs der Brigade der Marineinfanterie z.B. das Beladen des Schiffes mit Fahrzeugen oder Panzern üben.

Nachdem ich aber nun die ungeduldigen Füße meines Vaters geerbet habe, und sie ebensowenig still halten kann, habe ich dann in der ersten Urlaubswoche erst mal den Gärtner gefeuert und es vorgezogen 140 Meter Gräben in den Garten zu buddeln, um ein automatisches Beregnungssystem zu installieren, was mir in Zukunft dann erlauben wird auch mal ein paar Tage nicht vor Ort zu sein, ohne sich Gedanken machen zu müssen, ob der Gärtner nun kommt und den Garten "flutet" oder lieber eine Siesta zu Hause macht. Bilder davon werde ich Euch ersparen, weil Baustellen in der Regel nun mal recht unspektakulär sind.

Sehr viel schöner und interessanter war dagegen der erste Auftritt (Samstag 1. Juli ) von Lala, der Freundin Antonios, die in der berühmten Flamenco-Schule Cadiz "Perla de Cadiz" Tanzstunden hat. Meine erste Begegnung mit einer, wie ich feststellen muss, ausgesprochen fröhlichen und temperamentvollen Stimmung seitens der Tänzer, der Musikanten und des Publikum, was sich entgegen unserer etwas preusischen Art, keine Gelegenheit entgehen läßt, ihre Begeisterung durch Zurufe Asdruck zu verleihen.

Samstag, 1. Juli 2006

Grillfest im Garten

Nachdem auch das letzte Bild aufgehängt war, habe ich erstmal am Samstag, den 24. Juni, alle Kameraden des Kurses mit Familie zum Grillen eingeladen. Es war ein herrlicher Nachmittag an dem der Pool von den insgesamt 11 Kindern mit Begeisterung in Beschlag genommen wurde und die "Großen" sich die ein oder andere "Copa" genehmigt haben. Ein schöner Abschluß des Kurses und eine gelungene Einweihung des neuen Zuhauses, wie ich von allen Seiten hören konnte. Mir hat es auch viel Spaß gemacht, zumal es mir die Gelegenheit gab ein wenig Danke zu sagen für die vielen Hilfestellungen während des Kurses. Bilder werde ich in den nächsten Wochen auf die Seite stellen, nachdem ich es an dem Nachmittag vorgezogen habe, mich selber ein wenig zu vergnügen und Segundo das photografieren zu überlassen.

Donnerstag, 22. Juni 2006

Ein neues Zuhause



Da ist es nun also endlich - mein neues Zuhause. Nachdem der Kursus in Cartagena an der Schule der spanischen Marineinfanterie mit dieser Woche zu Ende gegangen ist, habe ich mit dem zweiten Umzug in gut 6 Monaten, das Plätzchen gefunden, wo ich die nächsten zweieinhalb Jahre bleiben werde.
El Puerto de Santa Maria, heißt die kleine Stadt, wo das Häuschen steht. In angenehmer Entfernung zu meiner künftigen Arbeitsstätte, dem Marinestützpunkt von Rota, so daß ich hoffentlich nicht jeden Tag ins Auto steigen muss, sondern mit dem Fahrrad oder dem Roller mich auf den Weg machen kann. Für alle die es interessiert - und die zu faul sind den Atlas zu bemühen oder Google Earth zu befragen, reiche als grobe Angabe der äußerste Südosten Spaniens, zwischen Cadiz im Süden und Jerez de la Frontera im Norden.
Das Haus liegt gut 10 Minuten zu Fuß vom Strand entfernt, in einem schönen ruhigen Viertel, und hat nicht nur jede Menge Platz, sondern auch noch eine große Badewanne zum Planschen.
Die Stadt selbst ist zwar nicht sonderlich groß, doch verfügt über so ziemlich alles was man zum Leben braucht. Designer-Boutiquen wird man hier allerdings vergebens suchen
Vom kleinen Hafen aus kann man Cadiz mit der Fähre in knapp 20 Minuten erreichen, um einen der geschichsträchtigen Flecke Andaluciens zu erreichen. So darf sich diese Stadt (neben San Fernando im süden), aufgrund seiner "Insellage" rühmen, als einzige nicht den Truppen Napoleons zum Opfer gefallen zu sein.
Mehr Bilder seht Ihr bei flickr.com

Ein authentischer Experte



Jesus findets prima, Adolfo weiß noch nicht so recht was er denken soll, Kim ist in Gedanken schon im Flieger, Fran ist zufrieden, Jungi will in den Kongo, Antoniette sieht das alles ein wenig kritisch, Pedro denkt schon an seine Hochzeit und Jaime raucht erstmal entspannt eine Zigarette....
Der Kurs "Amphibische Operationen" ist mit unserem letzten Besuch der Generalstäbe des Heeres, der Luftwaffe und der Marine in Madrid zu Ende gegangen.
Mit der Überreichung der "Diploma" sind wir nun also alle authentische Experten, wie man so mit einem Amphibienfahrzeug an den Strand fährt, ohne sich die Hosen naß zu machen oder der Rucksack baden geht. Ob wir dann tatsächlich auch alles so richtig verstanden haben, wird sich spätestens bei der ersten Übung zeigen, wenn uns der Wind ständig die überdimensionalen Karten ins Gesicht bläst, wir am Strand keinen Stecker für den Labtop finden und auch sonst einfach partout keiner machen will, was wir uns so tolles ausgedacht haben.
Zumindest haben wir den Lehrgang geschafft und das war ein gutes Stück Arbeit. Ich bin froh, daß es zu Ende ist, nicht zuletzt weil ich hoffe damit endlich ein wenig auch das Land genießen zu können und mir nicht jede Nacht mit mühsamer Schreiberei auf Spanisch um die Ohren schlagen zu müssen. Alles in allem war es für mich ein guter Lehrgang bei dem ich viel gelernt habe. Bleibt abzuwarten wie es nun auf meinem nächsten Dienstposten wird. Doch zuversichtlich und mit der Sonne im Nacken sehe ich dem allen gelassen entgegen.
Wenn ihr also in eurem nächsten Urlaub plant die griechischen Inseln per Amphibienfahrzeug zu erkunden, die Landung in Seoul zu re-inszenieren oder einfach nur wissen wollt, wie man auch ohne Labtop am Strand ein Klo findet, so freue ich mich Euch mit meinem geballten Wissen zur Verfügung zu stehen

So schön kann Fußball sein...


Was machen da eigentlich die weiblichen Fans....
Vielleicht sollte ich mir das nächste Spiel mit einer Gruppe von Mädels ansehen ;-))
Das Bild entstand während des ersten Gruppenspiels der spanischen Mannschaft während der Fußballweltmeisterschaft.

Mittwoch, 21. Juni 2006

Airshow am Mar Menor


Abheben und einfach alles vergessen...
Das haben zumindest die Piloten bei der Airshow gemacht, die ich mir zusammen mit Antonio und Lala, seiner Freundin, am 4. Juni über dem Mar Menor, einer rießigen Flachwasserbucht in der Nähe von Mucia. Zu bestaunen gab es neben einer schweiterischen und italienischen Kunstlugstaffel, sowie der ortsansäßigen Mannschaft der spanischen Luftwaffen, die berühmten "Red Arrows" der britischen Luftwaffe. Anlaß für das Spektakel über den Kopfen tausender Schaulustiger aus der ganzen Provinz, war die Feier der Region Murcia als Heimat für spanische Militärflieger seit 75 Jahren.
Sehr sehenswert und beeindruckend die Formation mit dem Herzen für alle die ihrer Freundin/Freund mal so richtig imponieren wollen. Ein ausgedehntes Übungsprogramm mit Papierfliegern ist da allerdings sehr zu empfehlen, bevor man sich ein jetgetriebens Luftfahrtzeug unter den Hintern schnallt.